Vertiefende Informationen zum Seminarabend “Social Media: Dialog in Echtzeit I – Wo kann ich meine Marke am besten platzieren”
Experten-FAQ: Sie fragen – Experten antworten!
Frage zum Vortrag: Mich interessiert, warum Sie auf das Blog-Thema so stark eingegangen sind. Hat das einen Hintergrund? Ich glaube nämlich, dass viele keine Zeit haben, einen Blog zu führen.
Antwort Mag. Meral Akin-Hecke: Die Frage beantworte ich gern in dem ausführlichen Artikel, zu der „Zeit“ Frage meine Antwort wie schon im Vortrag auch erwähnt, die Aktivitäten in den Tagesablauf einbauen und nicht als Mehraufwand betrachten, sondern als Ihre gesamte jetzige Aufgabe. Schliesslich wollen Sie ja etwas sagen und neue Kunden ansprechen bzw. informieren, der erste Weg geht über Ihr Blog. (p.s. Ich sag immer das Blog)
Frage zum Vortrag:Was ist am nächsten Abend zu erwarten. Gibt es dann mehr an Praxis und Tiefeninformation. Diesmal habe ich es eher als Überblick gesehen.
Antwort Mag. Meral Akin-Hecke: Ja, dieser Abend war erst die Einführung, da nicht alle TeilnehmerInnen auf dem gleichen Wissensstand waren, und die Begriffe genau erklärt werden sollten. Wichtig ist bis zum zweiten Abend, dass sie sich Zeit nehmen für eines der Plattformen eventuell und schon vorab Erfahrung sammeln. Beim zweiten Abend geht es darum, wie die Plattformen verknüpft werden, wie man den Social-Media-Alltag durch vorhandene Werkzeuge besser und effizienter gestalten kann. Weiters werden wir auf Monitoring und Meßmethoden eingehen.
Frage zum Vortrag: bitte um mehr tipps für twitter anwendung. können sie die vorgehensweise und die begriffserklärungen noch zusammenfassen. danke.
Antwort Mag. Meral Akin-Hecke: Dazu empfehle ich Ihnen drei Links: ein Artikel aus Digitalks über das Thema „Twitter“ und eine Präsentation von Jana Herwig, wo sie den Unterschied von Twitter zu Blogs und zu Social Networks veranschaulicht darstellt. Zwei Screencasts, wie Sie Twitter nutzen können ohne auf Twitter einen Account zu haben (also nur zur Recherche & Beobachtung) und wie Sie Twitter aktiv als Kommunikationskanal einsetzen können.
Frage zum Vortrag: Wie kann man einen privaten Account von einem Firmen Account (keine Fan Page) klar trennen? Ich bekomme nämlich immer wieder Geschäftskontakte rein, die auch privat vernetzt sein wollen.
Antwort Mag. Meral Akin-Hecke: Die Trennung bedarf strikte Hinweise, wenn Sie auf einem Account nur private (engste Freunde) haben möchten, dies auch ausdrücklich kommunizieren und die Anfragen abweisen, wenn möglich mit einer Email, warum Sie diesen Weg gehen.
Frage zum Vortrag: wie regelmäßig muss facebook betreut werden?
Antwort Mag. Meral Akin-Hecke: Ganz unterschiedlich, je nach Dringlichkeit der Themen, je nach Zeit, die Sie zur Verfügung haben, je nach Ihren Zielvorstellungen. Wichtig ist, dass Sie die Seite regelmäßig bespielen, d.h. Mindestens ein mal pro Woche, und falls Sie länger abwesend sein sollten, diese Nachricht auch dort posten und den Mitgliedern ein Update schicken.
Frage zum Vortrag: Ich habe bei Ihrem Vortrag nicht ganz verstanden, wo der Unterschied zwischen Hauptmeldung und neueste Meldungen liegt. Und gibt es noch eine Möglichkeit im eigenen kontaktnetz immer vorne vertreten zu sein?
Antwort Mag. Meral Akin-Hecke: Wenn Sie auf Facebook einsteigen, sehen Sie als erstes Ihre Timeline, die ist unterteilt auf zwei Sichten, die erste Sicht bringt die „Hauptmeldungen“ (Top News auf Engl.) und die zweite Sicht bringt die „Neuesten Meldungen“ (Newest). Bei den „Neuesten Meldungen“ erscheint eine Meldung automatisch, wenn sie publiziert wurde auf Ihrer Timeline, unabhängig davon, ob andere mit dieser Nachricht interagiert haben oder nicht. Bei den „Hauptmeldungen“ hingegen wird eine Nachricht nur dann in Ihrer Timeline angezeigt, wenn diese eine Relevanz für Sie hat, d.h. wenn andere kommentiert bzw. „geshared“ bzw. „Gefällt mir“ angeklickt haben. Sie können mit Ihren engsten Kontakten ein enges Netzwerk bilden und sich gegenseitig alles kommentieren bzw. „gefällt mir“ drücken, dann werden diese Nachrichten in Ihrem Kontaktnetz „immer vorne vertreten“ sein, technisch ist dies möglich, nur ob das auch sehr sinnvoll ist bezweifle ich, dann ist die Frage wie lange Ihre direkten Kontakte in dem Fall noch Ihre Kontakte bleiben wollen würden. Ich rate Ihnen überlassen Sie die virale Verbreiterung von Ihren Nachrichten Ihren LeserInnen, und manipulieren Sie nicht.
Frage zum Vortrag: Welche Netzwerke außer Facebook, Twitter und YouTube empfehlen Sie für Unternehmen?
Antwort Mag. Meral Akin-Hecke: Auch Bewertungsplattformen können Unternehmen sich genau ansehen je nach Branche, um eine eigene Webpräsenz zu stärken. Tupalo, Qype, Yelp, Tripwolf, Foursquare, Gowalla (die beiden location based services) oder Augmented Reality Applikationen, wo man als Unternehmen auch dabei sein kann und davon profitieren kann.
Frage zum Vortrag: Gibt es ein Beispiel von einem Kleinstunternehmer, der sich via Facebook einen Namen gemacht hat, Erfolge erzielt? Danke!
Antwort Mag. Meral Akin-Hecke: Meistens werden Social-Media-Aktivitäten gleichzeitig auf mehreren Plattformen gefahren, selten nur auf einer, ich muss gestehen mir ist keine Marke bewußt, bei der ich sagen kann „sie haben die Marke nur über Facebook lanciert und auch weiter entwickelt“. Ich kenne einige KleinstuntermehmerInnen, die durch Facebook gute Communities aufgebaut haben. Das kann manchmal auch durch das eigene Facebook-Profil geschehen (z.B. bei einem EPU), muss nicht immer eine Facebook-Fanseite sein. Beispiele aus Österreich: Reisinger’s (Gastronomie), Paolo’s (Gastronomie), Bergfieber (Verein), Webfeuer (Agentur), Karola Riegler (Fotografin, pers. Account)
Frage zum Vortrag: Wie ist es zu schaffen, auf Facebook mit Inhalten zu punkten. Sie haben in Ihrem Vortrag gesagt, dass Termine udgl. niemanden interessieren.
Antwort Mag. Meral Akin-Hecke: Schauen Sie sich die Inhalte & die Konversation der oben genannten Beispiele, am besten die Sprache an das gepsrochene anpassen, was ich im Vortrag gemeint habe „Termine interessieren niemanden“ war eher bezogen auf die Konversation davor und danach, es gilt nicht nur einen Termin hineinzugeben, sondern auch darüber zu sprechen, wer wird kommen, wer hat Fragen, wer hat weitere Anregungen, wie kann das Event nachträglich auf die Seite eingebettet werden, Fotos, Videos, Livestream, Audio, Twitter-Feed etc. sind einige Ideen.
Frage zum Vortrag: Bitte um nochmalige Info, welche Meßmethoden es wegen Zugriffen auf Facebook gibt und wie man die dann im Verkauf nutzen kann.
Antwort Mag. Meral Akin-Hecke: Die Statistik über Zugriffe auf Facebook-Fanseiten erhalten die Fanseiten-Administratoren. Nicht nur die Followerzahl sondern die Interaktion auf Ihrer Facebook-Fanseite ist maßgebend, wieviele Personen kommen von der Facebook-Fanseite auf meine eigene Website und buchen etwas, kaufen etwas oder empfehlen etwas usw.
Frage zum Vortrag: Danke für den hinweis, dass man sich in andere Blogs einbringen soll, wenn man Erfolg haben will. Das ist schlüssig. Ich würde mir gerne einen Unternehmensblog von einem kleinen Unternehmen oder einem EPU anschauen, der als Paradebeispiel anzusehen ist. Möchte mir Anregungen dadurch holen.
Antwort Mag. Meral Akin-Hecke: Bitte sehen Sie dazu die Frage 1 und Artikel im Unternehmerwissen.
Frage zum Vortrag: Wie geht man in Blogs mit Kommentaren oder mit sehr kritischen Äußerungen um. Es gibt ja immer Besserwisser und Provokateure. Lösung: Argumentation? Ignorieren? Nochmals erklären? Standpunkt erläutern – ohne zu rechtfertigen? Gegenschießen?
Antwort Mag. Meral Akin-Hecke: Dafür gibt es kein Einheitsrezept, was immer und für alle gelten könnte. Je nach Kontext und je nach Fall unterschiedlich, grundsätzlich würde ich raten, Kommentare die kein Spam sind, und die keine Verstoße beinhalten, zu publizieren und sie auch stehen zu lassen. Bei der Reaktion hingegen, immer sensibel vorgehen, bei der Beantwortung keine Schnellschußaktionen setzen, sondern wenn notwendig sich Zeit lassen, Offline von anderen Meinungen einholen, sich die Antwort eventuell noch eine kurze Zeit durch den Kopf gehen lassen und erst danach Standpunkt beziehen. Grundsatz in den Communities „Don’t feed the troll“ also Kommentare, die nur des Kommentierenswegen hinterlassen wurden, können Sie meistens ignorieren, wenn Sie überhand nehmen, auch stoppen bzw. entfernen.
Frage zum Vortrag: Ich habe Ihren Abend interessant gefunden. Vieles war eine Wiederholung oder Auffrischung. Aber es waren auch gute Inputs dabei, für die ich dankbar bin. Ich wünsche mir für den zweiten Abend, den ich an sich gerne besuchen möchte, mehr Praxis, weil es doch eher frontal vorgetragen und das auf eine sehr lange Zeitspanne war. Was wird das nächste mal im Vortrag sein und wird es praxisnaher gestaltet sein?
Antwort Mag. Meral Akin-Hecke: Danke sehr, mehr Praxis wäre auch mein Wunsch, in ein einhalb bzw. zwei Stunden geht sich eine gewisse Menge aus, im zweiten Workshop werden wir uns mehr Beispiele ansehen, Vergleiche ziehen und Monitoring und Meßmethoden anschauen.
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Auf diesen Abend freu ich mich schon! Social Media ist ja in aller Munde.
LG C.
für nicht-wiener: gibts auch eine onlineübertragung oder aufzeichnung?
Lieber Paul,
derzeit gibt es keine Online-Übertragung oder Aufzeichnung.
Es stehen aber für alle Interessierten Unterlagen zur Verfügung. Den Aufbau und die Tiefe der Inhalte sehen Sie beispielsweise hier: http://unternehmerwissen.at/internet-recht-i-wettbewerbsrecht-%E2%80%93-wann-ist-der-bogen-uberspannt/
UnternehmerWissen wird dieses Seminarabendjahr aber unter anderem auch mit ausgewählten Abenden in Niederösterreich vertreten sein.
Liebe Grüße,
Ihr UnternehmerWissen-Team